Brenig wird 941 zum ersten Mal urkundlich als Pfarrei erwähnt. In dieser Urkunde des Kölner Erzbischofs Wichfried an das Cäcilienstift zu Köln vermacht er die Kirche und den Zehnten an die Stiftsdamen von St. Cäcilien.

Die Jungfrauen von St. Cäcilien waren kaum einige Jahre in den Besitz der Breniger Kirche gelangt, als Erzbischof Bruno im Jahre 954 ihrer Mutterkirche in Köln die Reliquien des Hl. Bischofs Evergislus aus Tongern überbrachte. In der Folge wurde dieser Heilige dann auch als Patron der Tochterkirche zu Brenig eingeführt.

Nahezu 600 Jahre bis zur Säkularisation war Brenig ein bedeutender Hl. Blut-Wallfahrtsort. Ob die Hl. Blut-Reliquie durch die Herren von Merode direkt aus dem Hl. Land oder über das Cäcilienstift zu Köln nach Brenig gelangte, bleibt unklar. Wahrscheinlich ging die Reliquie in den Wirren der Säkularisation verloren.

Die alte, in ihren Ursprüngen romanische Pfarrkirche wurde im Jahre 1719 von Grund auf erneuert. Wegen verschiedener baulicher Maßnahmen in den nächsten Jahrzehnten, die das Gotteshaus nicht gerade verschönerten, und wegen Feuchtigkeit und Platzmangel standen Pfarrer und Kirchenvorstand 1890 vor der Frage eines Neubaus. Schließlich entschloß man sich dazu und die alte Tuffsteinkirche wurde 1894 abgetragen. Noch vor Beginn der Arbeiten schlug bei einem Gewitter der Blitz in den Kirchturm und setzte den Helm in Brand. Glücklicherweise konnte der Turm mit Geläut vor den Flammen gerettet werden. Er wurde nach Abriß des Kirchenschiffs in den dann bereits 1895 begonnen Neubau integriert, aufgestockt  und mit gelbem Klinker verblendet. Den Plan für den Neubau entwarf Baumeister Langenberg aus Bonn. Da der damalige Pfarrer Albert Haasbach sowohl in finanzieller Hinsicht als auch durch tatkräftige Hilfe seitens der Pfarrgemeinde eine enorme Unterstützung fand, konnte Weihbischof Hermann Joseph Schmitz bereits am 02. Oktober 1896 die im neugotischen Stil erbaute Pfarrkirche konsekrieren.

Die Kirche, wie sie sich heute präsentiert, ist das Ergebnis der letzten großen Renovierung in den Jahren 1970 - 1974 unter Pfarrer Tesch und Architekt Theo Scholten aus Bergisch-Gladbach.