Als im Jahre 1911 Ignaz Goertz Nachfolger des verstorbenen Josef Heilgers als Pfarrer von Roisdorf wurde, schien die Welt noch in der althergebrachten Ordnung festgefügt. Der Ausbruch des Weltkrieges im Jahre 1914 brachte für viele Roisdorfer Männer den Kriegsdienst, aus dem viele von ihnen nicht zurückkehrten. Aber auch für die Zivilbevölkerung begannen entbehrungsreiche Jahre, die selbst nach dem Ende des Krieges, dem revolutionäre Unruhen und Besatzungsherrschaft folgten, noch nicht beendet waren. Das Pfarrleben indes lief weitgehend normal weiter, wenn es auch für lange Zeit mit fröhlichen Ausflügen, wie sie der Kirchenchor zuvor unternommen hatte, vorbei sein sollte.

Pastor Josef Heilgers - Sommerausflug des Kirchenchors

Die Kriegs- und Nachkriegszeit war auch aus einem anderen Grunde eine stille Zeit: Die Pfarrgemeinde musste auf das Geläut der Kirchenglocken verzichten, die zwecks Metallgewinnung für die Waffenproduktion eingezogen worden waren. Erst im Jahre 1925 sollte ein neues Geläute angeschafft werden können. Als Dank für die Errettung einer Frau vor einem Unhold errichtete zur Zeit des Ersten Weltkriegs ein Roisdorfer Bauer im Wald das bis heute verehrte Marienbildchen.

Sebastianusfahne - Marienbildchen

St. Sebastianus-Schützenbruderschaft

Kommunionkinder mit Pastor und „Engelchen“