Mitten in den Vorbereitungen zu den Bauarbeiten zur neuen Pfarrkirche gab Dr. Vossen sein Amt auf. Ihn folgte 1973 Leonhard Bleikertz, der die Arbeiten mit Energie fortsetzte: Es galt, den Neubau an der Stelle des vormaligen Clarenhofs, ein das Zelt Gottes unter den Menschen symbolisierenden Backsteinbau, geplant von Architekt Theo Scholten, zu realisieren, und darüber hinaus ein ganzes neues Pfarrzentrum mit Pfarrhaus, Küsterhaus und später Pfarrheim und Kindergarten.

Pastor Leonhard Bleikertz - Fronleichnamsprozession mit Pastor Bleikertz

Zunächst musste jedoch für die sonntäglichen Hl. Messen der etwas herunter gekommene alte Tanzsaal der Gastwirtschaft Badenheuer als Notkirche verwendet werden, während man für Andachten, Wochentagsmessen und Hochzeits- oder Beerdigungsmessen mit der Kapelle des St. Josef-Heims vorlieb nehmen musste. Gleichwohl war das Pfarrleben rege und vielfältig, engagierten sich viele Mitglieder voll Vorfreude auf die neue Pfarrkirche für die Gemeinde, etwa in einem Pfarrfest auf der Baustelle, dessen Erlös für die Finanzierung der neuen Kirche dienen sollte.

neue Pfarrkirche St. Sebastian

Zur Großkirmes 1975 war es dann endlich soweit: Die Pfarrkirche, seit Ende 1973 in gottesdienstlichem Geneue Pfarrkirche St: Sebastian Gebrauch, wurde von Weihbischof Hubert Luthe geweiht. Neue und alte Elemente bereicherten das Pfarrleben, etwa die 1978 wiederbelebte Fußwallfahrt von Roisdorfern zum uralten Gnadenbild der „Rosa Mystica“ in Buschhoven.

Kirchweih zur Großkirmes 1975 - Rast bei der Wallfahrt zur „Rosa Mystica“ mit Pastor Bleikertz